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Hauskatzen


Die Hauskatze ist ein domestiziertes Säugetier, das der Familie der Katzen zugerechnet wird. Aufgrund ihrer Verbreitung und ihres engen Zusammenlebens mit Menschen ist sie deren wohl bekanntester Vertreter.


Abstammung:


Man nimmt heute an, dass die in zahlreichen Variationen des Wuchses und der Fellfärbung auftretende Hauskatze einzig von der zu den Wildkatzen gehörenden nordafrikanischen Falbkatzen abstammt. Eine Verwandtschaft zur europäischen Wildkatze besteht nicht, und auch größere Einflüsse der in Kleinasien beheimateten Waldkatze und der aus Mittelasien stammenden Steppenkatze werden mittlerweile ausgeschlossen.


Verbreitung:


Die Hauskatze wird seit mehr als 9000 Jahren von Menschen gehalten. Einen großen Teil dieser Zeitspanne galt sie dabei als Nutztier, das ungebetene Gäste wie zum Beispiel kleine Nager in Schach hielt. In Ägypten, wo die Domestizierung der Katze ihren Ursprung hat, wurde die Hauskatze auch zur Vogeljagt eingesetzt. Hier entstand auch ein regelrechter Katzenkult, in dessen Zentrum die Katzengöttin Bastet stand. Mit der Einschleppung der Wanderratte gewann die Hauskatze ab dem Hochmittelalter auch in Europa an Bedeutung. Heute ist die Hauskatze als so genannter Kulturfolger in allen von Menschen besiedelten Gebieten der Welt beheimatet.


Körpermerkmale:


Durchschnittlich etwa 50 Zentimeter lang und ca. 4 Kilogramm schwer, erreicht die Hauskatze eine Schulterhöhe von bis zu 35 Zentimetern, und eine Schwanzlänge von ungefähr 30 Zentimetern. Wie auch die Fellfarbe, die im dominanten Wildtyp eine Tabby genannte Streifenzeichnung aufweist, variieren diese Werte von Tier zu Tier stark. Nach vorne gerichtete Augen erlauben es der Katze räumlich zu sehen, während die beweglichen, spitz aufgestellten Ohren das ausgezeichnete Gehör des Tieres begründen.
Eine Kräftige Muskulatur, die weite Sprünge ermöglicht, unterstützt die Katze in ihrer Eigenschaft als Ansitzjäger, dank ihres aus über 230 Knochen bestehenden Skelettes ist sie zudem sehr wendig. Die Hauskatze geht auf weichen Zehen, zwischen denen die ausfahrbaren Krallen sitzen, mit denen die Beute geschlagen wird.


Sinnesorgane:


Mit ihren großen Augen ist die Hauskatze zu beeindruckenden Sehleistungen fähig. Sie erkennt schnelle Bewegungen präzise, und kann im Dunkeln sehen. Tagsüber liegt ihr Sehvermögen unter dem des Menschen: man nimmt an, das Hauskatzen bei normalen Lichtverhältnissen nur ein eingeschränktes Farbspektrum wahrnehmen.
Wie bereits angeklungen ist das Gehör der Katze besonders gut ausgebildet. Der empfindliche Apparat, der ein breites Tonspektrum empfängt, und speziell im Ultraschallbereich sehr sensibel ist, hilft, bei der Jagt Beutetiere zu lokalisieren. Weniger gut vernimmt die Hauskatze tiefe Töne.
Geradezu berühmt ist der Gleichgewichtssinn der Katze. Ihr langer Schwanz hilft ihr, in Extremsituationen die Balance zu halten, und dient beim Fall aus großen Höhen als eine Art Ruder, mittels dessen die Katze sich so dreht, dass sie mit den Pfoten zuerst aufkommt. Auch der Tastsensibilität der Katze, vor allem in Pfoten und Schnurrhaaren ist hoch entwickelt. Sogar Erschütterungen des Bodens, von potentieller Beute ausgelöst, nimmt die Katze war.
Der Geruchssinn der Hauskatze ist dagegen wenig entwickelt, dennoch ist er noch weit sensibler als der des Menschen.


Verhalten:


Lange ging man davon aus, dass Hauskatzen trotz ihrer relativen Anhänglichkeit an den Menschen Einzelgänger sind. Wo jedoch größere Populationen in weitgehender Unabhängigkeit vom Menschen leben, kann ein komplexes Sozialverhalten beobachtet werden. So kommt es oftmals zur Bildung von Gruppen, in denen sich mehrere Weibchen, Junge, und wenige Männchen zusammenschließen. Mit Erreichen der Geschlechtsreife suchen die Männchen ein neues Revier auf, während die Weibchen ihrer Gruppe verbunden bleiben. In großen Städten mit ausreichendem Nahrungsangebot bilden sich oftmals regelrechte Kolonien, die matriarchalisch gegliedert sind.
Untereinander kommunizieren Katzen mittels Körpersprache, sowie durch Laute und Duftabsonderung. Wichtig ist neben der Haltung des gesamten Körpers vor allem die Stellung des Schwanzes. Ist dieser zum Beispiel hoch erhoben, wird Freude oder Erwartung ausgedrückt. Ein aufgeplusterter Schwanz zeigt Aggression an, und Schwanzwedeln signalisiert Angst oder Irritation. Auch mittels der Augen vermittelt die Katze ihre Stimmungslage, so etwa über das charakteristische Verengen der Pupille.
Obwohl die Hauskatze mit Artgenossen interagiert, jagt sich allein. Eine Koordinierte jagt ist ihr im Gegensatz zu manchen Großkatzenarten fremd. Die Hauskatze schläft als Raubtier mehrmals täglich Katzen mehrmals täglich und hat einen extrem leichten Schlaf.


Haltung:


Für Hauskatzen ist Fleisch ein essentieller Bestandteil der Ernährung. Zum zwecke der Vorverdauung wird jedoch auch pflanzliche Nahrung benötigt, welche in der Natur über das Verzehren von Gras, und den Mageninhalt der Beutetiere zugeführt wird. Auch wenn Handelsübliches Dosenfutter dieser Tatsache Rechnung trägt, ist es an zu raten, hin und wieder frische Nahrung zuzubereiten.
Aufgrund ihrer relativ unabhängigen Lebensweise benötigt eine Hauskatze relativ viel Auslauf. Auch Kontakt mit Artgenossen ist von Vorteil. Da die freie Natur heute jedoch viele Gefahren birgt, hat eine in der Wohnung gehaltene Katze jedoch eine deutlich höhere Lebenserwartung. Sollt eine Katze in der Wohnung gehalten werden, ist unbedingt darauf zu achten, dass eine abwechslungsreiche Umgebung mit Möglichkeiten zum spielen und klettern bereitgestellt wird, da sich das Tier sonst schnell langweilt.
Katzen sind anfällig für zahlreiche Krankheiten, insbesondere für Infektionen. Gegen die verschiedenen Formen des manchmal tödlich verlaufenden "Katzenschnupfen" sollte unbedingt frühzeitig (achte Lebenswoche) geimpft werden, gleiches gilt für die so genannte "Katzenseuche".
Da immer wieder Katzen ausgesetzt werden gilt es als sinnvoll, sowohl Männchen als auch Weibchen zu kastrieren. Die hohe Anzahl der schlecht versorgten frei lebenden Katzen legt diesen Schritt aus Gründen des Tierschutzes nahe. Die Kastration, die beim Männchen zudem den Markierungstrieb unterdrückt, wird von vielen Tierheimen vorgeschrieben, bevor eine Katze in ihr neues Zuhause überführt wird.

 

 

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